Mandragola – Die Liebeswurzel

Uraufführung MANDRAGOLA – DIE LIEBESWURZEL Florentiner Commedia von Wolfgang Schukraft frei nach dem Stück von Niccolò Machiavelli Mit Richard Aigner, Celia Endlicher, Bernhard Bonvicini, Marion Weidenfeld, Jonathan Held und Markus Munzer-Dorn (Musik) Regie: Dieter Nelle; Bühne: Gesine Pitzer; Kostüme: Marie Freihofer Mandragola ist die bedeutendste Komödie der Renaissance. Niccolò Machiavelli hat sie 1518 geschrieben. Wolfgang…

Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker

ICH BIN NICHT SÜSS, ICH HAB BLOSS ZUCKER Von Renate Bergmann Mit Anke Siefken Regie: Wolfgang Schukraft; Bühne: Jörg Stroh; Lieder: Markus Munzer-Dorn Die Theaterei hatte als Erste die Idee, aus dem köstlichen Buch von Renate Bergmann alias Torsten Rhode ein Theaterstück zu machen. Mit Humor, beißender Ironie und Schlagfertigkeit plaudert die coole Seniorin höchst…

Souvenir

Premiere Souvenir Eine Komödie mit Musik von Stephen Temperley mit Anke Siefken und Franz Garlik Regie: Ronka Nickel, Bühne: Jörg Stroh „Die Leute mögen behaupten, dass ich nicht singen kann. Aber niemand kann behaupten, ich hätte nicht gesungen.“ Klingt doch bezaubernd, oder? Doch noch viel bezaubernder für jedes Ohr ist die Arie der Königin der…

Premiere: SÜNDENBOCK

SÜNDENBOCK von Nina Gühlstorff und Ensemble | Performance basierend auf einer japanischen Erzählung Foto: Felix Grünschloß. Von einem, der aus seinem Dorf in Japan auszog, den Pazifik nach Mexiko-Stadt zu überqueren und schließlich ein Dorf in Kolumbien zu gründen. Aus Angst vor möglichen Verfolgern ist er stets auf dem Sprung. Seine Erzählung bildet die Grundlage…

Premiere: SPAM

SPAM Sprechoper von Rafael Spregelburd | Deutsche Erstaufführung Foto: Felix Grünschloß. Spams sind die klanglosen Echos der Konsumkultur, eine absurde Mutation menschlicher Kommunikation im World Wide Web. Für Mario Monti, der eines Tages ohne Erinnerung auf Malta erwacht, ist das Netz eine der ersten Quellen auf der Suche nach seiner Identität. Er ist nicht der…

Positionspapier zur Kulturpolitik

AG Private Theater Baden-Württemberg November 2015 Die Privaten Theater sind in ihrer Vielfalt ein wichtiger Bestandteil der Baden-Württembergischen Theaterlandschaft. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur kulturellen Versorgung der Bevölkerung. Vielerorts, besonders in ländlichen Regionen übernehmen sie stadttheaterähnliche Aufgaben. In Städten übernehmen die Privaten Theater ergänzende Aufgaben zu Stadt- und Staatstheater. Die Konzepte der Privaten Theater…

RADELRUTSCH Adventstheater

Weihnachtsvorfreude pur mit RADELRUTSCH Ein besonderes vorweihnachtliches Theatervergnügen: Das RADELRUTSCH Adventstheater. Vom 16. bis 22. Dezember 2015 öffnen sich jeden Nachmittag die Türen zum weihnachtlich-verzauberten Deutschhof-Keller. RADELRUTSCH bietet eine kulturelle Verschnaufpause vom vorweihnachtlichen Trubel: mit interaktiven Theaterlesungen um „Weihnachten in Bullerbü“, der poetischen Gute-Nacht-Geschichte für die Allerkleinsten „Gute Nacht mein Bär“ und der RADELRUTSCH -Weihnachtsgeschichte…

Der Affe Rotpeter, die Theaterei und Wolfgang Schukraft

Im Januar werde ich einen speziellen Jubiläumsabend veranstalten mit dem Titel „Der Affe Rotpeter, die Theaterei und Wolfgang Schukraft“. Ich erzähle und singe dabei von der Gründung der Theaterei, aus meiner Biografie und vom Theaterei-Ensemble. Natürlich schlüpfe ich nach 30 Jahren nochmals in die Rolle des Affen Rotpeter im „Bericht für eine Akademie“ von Franz…

Einäuglein, Zweiäuglein, Dreiäuglein – ein Märchen der Gebrüder Grimm

12239739_1051218074922802_5043715182737023383_nMärchenensemble Stuttgart

ein Märchen der Gebrüder Grimm in eurythmische Gestaltung (Leitung: Michael Leber)

„Einäuglein, Zweiäuglein, Dreiäuglein“ sind im gleichnamigen Märchen drei Schwestern. Da Zweiäuglein aber gleich wie alle gemeinen Menschen aussah konnten es die Mutter und die beiden Schwestern nicht leiden, behandelten es schlecht und gaben ihm nur zu essen was übrig blieb. Als Zweiäuglein die Ziege auf dem Feld hüten sollte und vor Kummer weinte stand eine weise Frau neben ihr, die ihr half, indem sie ihr verriet, dass sich ein Tischlein mit den besten Speisen decken würde, wenn sie zu der Ziege spräche: „Zicklein meck, Tischlein deck`“. Wenn Zweiäuglein satt wäre müsse sie nur sagen: „Zicklein Meck, Tischlein weg“ und der gedeckte Tisch wäre wieder verschwunden. Als die Schwestern merkten, dass Zweiäuglein das ihr gereichte Essen nicht anrührte wollten sie herausfinden, welche wunderlichen Dinge auf der Weide vor sich gingen. Durch eine List wurde ihr Geheimnis gelüftet, woraufhin die Mutter die Ziege schlachten ließ. Zum Glück aber konnte die weise Frau wieder Hilfe geben und über Nacht wuchs vor ihrem Haus ein Baum, der silberne Blätter und goldene Früchte trug, welche zu ernten aber nur Zweiäuglein imstande war. Da die Mutter und die Schwestern neidisch wurden gingen sie nun noch härter mit ihm um. Schließlich kam ein Ritter des Weges und wollte der, dir ihm einen Zweig des Baumes abbrechen könne jeden Wunsch erfüllen. Als Zweiäuglein ihm einen Zweig geben konnte, durfte sie mit ihm auf das Schloss seines Vaters ziehen und lebte dort lange Zeit vergnügt. Als die Schwestern eines Tages verarmt auftauchten hieß Zweiäuglein beide Willkommen und tat ihnen Gutes.

In diesem Märchen der Gebrüder Grimm kann aufleuchten, wie die Menschheit immer mehr das alte hellsichtige Bewusstsein verlieren musste, damit nun jeder Mensch als Individualität ein neues Bewusstsein, aus seinem Ich heraus selbst erringen kann. Die Mutter und die Schwestern im Märchen tragen noch das alte Bewusstsein in sich. Friedel Lenz schreibt hierzu in ihrem Buch „Die Bildsprache der Märchen“: „Alte vergangene […] Fähigkeiten können auch im Einzelmenschen noch vorhanden sein, sie können sogar überwiegen und der in der Entwicklung voranschreitenden Seele Schwierigkeiten bereiten. Vergangenes und Zukünftiges liegen im Widerstreit.“ (Friedel Lenz) Über das neu zu erringende Bewusstsein schreibt Lenz im Bezug auf das Märchen: „Die Ziege auf die Weide führen, heißt: seine natürliche Wißbegierde gebrauchen, also die Sinneswelt in sich aufnehmen. Nun führt zwar Zweiäuglein die Ziege auf die Weide, aber es hungert trotzdem, denn noch ernährt es sich von dem, was Mutter und Schwestern übrig gelassen haben, von den kümmerlichen Resten alten Wissens. Davon aber kann die moderne Seele sich nicht ernähren, und Neues hat sie noch nicht. Sie erahnt: Ich darf mich nicht zufriedengeben mit den kärglichen Resten der Vergangenheit, die mich nicht mehr ernähren; ich muss selber tätig sein und mir frische Geistesnahrung verschaffen. Das muss mit Hilfe jenes weltaufgeschlossenen Triebes geschehen, der Wißbegierde heißt. Ich muss die Neugierde dazu bringen, dass sie spricht, dass sie aussagt und belehrt.“ (Friedel Lenz) Auf diesem Wege wird Zweiäuglein die Hilfe der weisen Frau zuteil, die dann erscheint, wenn ihre Not am größten ist. So kann in einem jeden von uns die Hoffnung entstehen, dass wenn sich der Mensch dem Göttlich-Geistigen öffnet, ihm aus diesem Bereich Hilfe entgegenkommen kann.
Auch in diesem Jahr kann wieder ein Märchen in eurythmischer Darstellung erlebt werden, welches für jung und alt zur Seelen-Nahrung werden kann.
12.06.   und 10.07. 2016

Karten unter:Telefon: 07 11 / 2 36 42 30 | Fax: 2 36 43 35 | info@eurythmeumstuttgart.de

Verrat und Gewissen – Judas im Spiegel des modernen Menschen

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Else-Klink-Ensemble Stuttgart
Künstlerische Leitung: Benedikt Zweifel

Seit einigen Jahren beschäftigen wir uns mit der Frage, wie die Eurythmie im aktuellen Zeitgeschehen steht und vertreten werden möchte, sodass diese Kunst die Menschen gleichermaßen erreichen und im Innersten berühren kann.
Diese Gedanken sind in die Gestaltung der letzen Programme eingeflossen und haben die Arbeit des Else-Klink-Ensembles geprägt. Gerade das Thema unseres aktuellen Programms kann man, besonders in der gegenwärtigen Weltlage, als eine existentielle Frage empfinden, die uns alle betrifft: Judas der Verräter. Im Grunde genommen lebt heute Judas in uns allen. Judas ist der heutige Mensch – wir werden täglich zum Verräter an unserer Umwelt, an unseren Mitmenschen, an unseren Idealen; ein Verrat durch Gewissenlosigkeit. Die Erweckung des Gewissens in uns ist die Heilung des Judas! Novalis bezeichnet das Gewissen direkt als den „himmlischen Urmenschen“. Diese Thematik wird im Programmverlauf durch eine Textcollage bis ins Dramatische gestaltet (Texte von: Thornton Wilder, Christian Morgenstern, aus dem Johannesevangelium und Albert Steffen). Den Abschluss des Programms bildet die letzte Klaviersonate von Alexander Scriabin Op. 70, dessen 100. Todestags in diesem Jahr gedacht wird. Scriabin kann als der Vater der modernen russischen Musik bezeichnet werden.

Termin 05.06.18:00 Eurythmeum Zur Uhlandshöhe 8  70188 Stuttgart

Karten unter:Telefon: 07 11 / 2 36 42 30 | Fax: 2 36 43 35 | info@eurythmeumstuttgart.de